Eine empathische Haltung – Der Schlüssel für gute Zusammenarbeit.

Damit fachübergreifende Teams gemeinsam kreativ werden können, um beispielsweise neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, brauchen sie zwei Dinge: eine gemeinsame Sprache und eine empathische Führung. 

Wie entscheidend Empathie ist, um Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden zeigt die Studie “State of Workplace Empathy” von Businessolver: “95 Prozent der Arbeitnehmer würden eher bei einem Unternehmen bleiben, das sich in ihre Bedürfnisse einfühlt.” (2018)

Doch was heißt empathische Führung in diesem Falle?

Empathie in der Führung ist eine Einladung, Verständigung anzuregen, Kollaboration zu fördern und so Co-Kreation anzutreiben. Empathie steht hierbei für das Mitgefühl für andere und auch für sich selbst. Sie ist die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, ohne mitzuleiden und manchmal das “Beste” aus Menschen herauszukitzeln, auch wenn sie es sich vielleicht selbst gerade nicht zutrauen. Empathie bedeutet dabei auch, bei sich zu bleiben und sich nicht zwischen verschiedenen Positionen aufzuarbeiten. 

 

Wir haben 10 Prinzipien zusammengetragen, welche die Führung dabei unterstützen, eine empathische Haltung einzunehmen und so achtsam Kreativität und Co-Kreation anzuregen.

 

Die 10 Prinzipien der empathischen Haltung

 

  1. Augenhöhe herstellen.

Verständigung gelingt am besten, wenn sich alle Beteiligten ernst genommen fühlen. Ein Gedanke, der dabei hilft, ist: „Ich bin wichtig, Du bist wichtig.“ Dieser Satz steht dafür, dass unser beider Bedürfnisse denselben Stellenwert haben.

 

  1. Positive Absichten unterstellen.

Wenn wir im ersten Moment nicht gleich mit der Meinung des anderen übereinstimmen, können wir uns darauf konzentrieren nach der guten Absicht zu fragen. Dabei ist es wichtig, dass wir mit echtem Interesse und einer neugierigen Haltung auf die andere Person zugehen.

 

  1. Verständnis aufbringen.

Kommunikation geschieht oft schnell und automatisch. Bevor wir uns versehen, ernten wir einen Vorwurf oder sprechen mehr oder weniger bewusst einen Vorwurf aus. Wenn es uns gelingt, den Vorwurf nicht als Angriff zu sehen, sondern als tragischen Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses können wir einfacher von Verteidigung auf Verständnis umschalten.

 

  1. Wertschätzung zeigen.

Selbst, wenn uns ein Vorschlag oder eine Idee nicht gefällt, können wir unabhängig davon die Mühe und Initiative des anderen wertschätzen. Die eigenen Ideen einzubringen, macht uns verletzlich. Damit sich alle weiterhin mit kreativen Ideen einbringen können, brauchen sie die Sicherheit, dass ihre Initiative stets wertgeschätzt wird.

 

  1. Offen sein ohne zu bewerten.

Anstatt eine Idee oder Aussage sofort zu bewerten oder in eine Schublade zu stecken, können wir mit einer Haltung der Neugier sagen: „Das ist interessant. Kannst Du mir mehr darüber sagen?“ Erforsche die Perspektive des anderen.

 

  1. Selbstverantwortung wahrnehmen.

Ehrlich für sich selbst einzustehen, klare Worte zu finden und die Verantwortung für das eigene Verhalten zu übernehmen, trägt zur Augenhöhe bei. Sei echt, nicht nett. Und denke daran: Die Ursache unserer eigenen Gefühle liegt in uns selbst, nicht im anderen.

 

  1. Selbstklärung steht an erster Stelle.

Wenn ich eine Bitte an einen Mitarbeitenden richte oder jemandem einen Auftrag gebe, ist es wichtig, folgende zwei Fragen für Dich selbst zu beantworten: Wofür tue ich das? Und: Worum geht es mir dabei?

Kommunizierst Du beides, steigt die Akzeptanz und Motivation deines Gegenübers.

 

  1. Den eigenen Anteil beleuchten.

Laufen die Dinge nicht, wie geplant, tendieren wir automatisch dazu die Verantwortung dafür im Außen zu suchen oder bei einer anderen Person. Empathie bedeutet auch immer den eigenen Anteil an der Situation zu beleuchten, i.S.v. was habe ich zur Situation beigetragen?

 

  1. Mangel an Lösungen aushalten.

Erscheint eine Situation im ersten Moment aussichtslos, gilt es Ruhe zu bewahren und langsam zu werden. Wir müssen nicht sofort aktiv werden oder für andere in die Bresche springen. Stattdessen hilft es, darauf zu vertrauen, dass sich die Lösung zeigen und im weiteren Austausch ergeben wird.

 

  1. Beobachtungen von Interpretation unterscheiden.

Das kniffligste aller Prinzipien kommt zum Schluss: Bemühe Dich stets bei den beobachtbaren Fakten zu bleiben, statt in das was Dein Gegenüber sagt etwas zu interpretieren, was auf den eigenen Überzeugungen basiert. 

Frage Dich: Was hätte eine Kamera gefilmt? So bleibst du bei den Fakten.

 

Du siehst, eine empathische Haltung hat viel mit Mut und achtsamer Kommunikation zu tun. Das ist im Alltagsgeschehen nicht immer leicht umzusetzen. Denn unsere Tage sind voll, die To Do-Listen lang. Doch wenn Du Dir selbst zutraust, jeden Tag einen Schritt in Richtung einer achtsamen Haltung zu tun, bist Du bereits auf dem besten Weg voller Empathie Führung zu übernehmen. 

 

Wir wünschen Dir viel Freude dabei. 

Die 10 Prinzipien der empathischen Haltung

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Referenzen:

Business Solver (2018): Businessolver Quantifies Empathy In The Workplace: 87 Percent Of CEOs Agree That A Company’S Financial Performance Is Tied To Empathy; https://www.businessolver.com/who-we-are/news/businessolver-quantifies-empathy-in-the-workplace- abgerufen am 08.04.2022.

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