mindful innovation

Die Gestaltung von ganzheitlicher Mindful Innovation kann Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Denn strategische Innovation bedeutet Innovationen aktiv zu begleiten. Das beginnt beim Ideenstadium der Innovation hin zu einer Integration in Wertschöpfungsketten und einer Verankerung der Innovation in bestehende Geschäftsmodellprozesse.

 

Im folgenden Beitrag konzentrieren wir uns auf einen strategisch koordinierten und methodisch fundierten Start der Innovation. Oft beginnt Innovation mit einer großen Frage: Wie kreieren und sammeln wir Ideen? Dafür stellen wir das Starfish Modell für die strategische Ideengenerierung vor, das sich in vielen Innovationsprozessen bewährt hat.

Zentrale Fragen zu Beginn der Mindful Innovation

Das Starfish-Modell unterstützt insbesondere die frühe Phase der Innovation, in der zentrale Fragen vorherrschen:

 

  • Warum möchten wir Innovation antreiben?
  • Wie können wir das erreichen?
  • Was ist das Ziel?
  • Welche Methoden können wir nutzen, um das Ziel zu erreichen?

 

Eben diese Phasen sollten den gesamten Innovationprozess begleiten und am Anfang jedes kreativen Prozesses stehen. Denn sie helfen, Klarheit über die Verankerung der Innovation im strategischen Wachstumsprozess des Unternehmens zu generieren. (Warum?). Durch die Klärung des Wie? Können sich alle Beteiligte auf Wege und Strategien einigen, die für die Innovation wichtig sind und auch gemeinsam diskutieren, welche Personen entscheidend sein können, um die Idee bzw. Innovation voran zu bringen. Die Verständigung auf ein gemeinsames Ziel fördert die Motivation im Team und erhöht im Prozess die gemeinsame Ausrichtung (Was?). Abschliessend ermöglicht die Einigung auf ein bestimmtes Methodenset den kreativen Arbeitsprozess.

 

Jedes Team bzw. jede Gruppe, die sich vorgenommen hat, einen kreativen Prozess zu starten, sollte sich darum zu Beginn Zeit nehmen, um die Fragen Warum, Wie, Was und Welche zu klären.

Das Starfish Modell: Strategische Ideengenerierung leicht gemacht

Im nächsten Schritt beginnt die Ideengenerierung. Der Starfish (s. Abb. 1) kann diese wichtige, frühe Phase der Innovation begleiten, in dem er sich an aufeinanderfolgenden Schritten orientiert.

mindful innovation
Abbildung 1: Das Starfish Modell der Mindful Innovation

Schritt 1: FOCUS

Im Arbeitsleben hasten wir oft von einem Meeting zum nächsten. Dabei bleibt wenig Zeit sich zu fokussieren und innere Ruhe zu finden. Kreative Ideen jedoch empfangen wir vor allem dann, wenn sich unser Gehirn und unser Körper nicht in einem Zustand von Fight or Flight befindet. Je mehr wir in der Ruhe sind, desto weniger wirbeln unsere Gedanken und desto eher steigt das Potential, neue Ideen zu empfangen.

 

Kreativität ist also abhängig von einem Zustand der inneren Ruhe. Darum beginnt das Starfish Modell mit einem fokussierten Einstieg.

 

Wege dazu können sein:

Schritt 2: CONNECT 

Ideengenerierung ist ein co-kreativer Prozess, der nur im Team und gemeinsam erfolgreich werden kann. Die Kraft der Verbindung untereinander sollte darum nicht unterschätzt werden. So entsteht Vertrauen in der Gruppe, was Sicherheit schafft und oftmals auch den sog. inneren Kritiker einbremsen kann. Dieser innere Kritiker kann andernfalls dazu führen, dass die eigenen und die Ideen anderer zu schnell hinterfragt werden und somit gar keine Chance haben, gemeinsam vom Team betrachtet zu werden.

 

Rituale im Schritt Connect können sein:

  • einen achtsamen Check In durchzuführen
  • Die Gruppe in 2-er Gespräche aufzubrechen und darin zu besprechen: Wie geht’s mir heute?

 

Im Anschluss daran bietet es sich an das oben genannte „Warum“ und „Wie“ zu besprechen.

Schritt 3: ENVISION

Die klare Vorstellung eines gemeinsamen Ziels hilft es einem Team bzw. einer Gruppe sich einzustimmen und sich zu fokussieren. An diesem Punkt im Starfish Modell gilt es die Frage des Ziels – siehe oben – zu klären. Ist dies geschafft, können Envision-Übungen die Emotionen ansprechen und so die gemeinsame Motivation über das Erreichen des geteilten Zieles anregen.

 

Übungen zum Envisioning:

  • Vorstellung des gemeinsamen Zieles und bewusstes Wahrnehmen der Emotionen, wenn man das Ziel erreicht hat
  • Gemeinsame Reflexion der Envisioning-Erfahrung

 

Daran anschließend sollte die Methode oder das Methodenset für die Ideengenerierung geklärt werden.

Schritt 4: IDEATE

Zur Ideengenerierung können verschiedene Wege genutzt werden.

Wir empfehlen folgendes Vorgehen:

 

1) Offene Ideengenerierung:

Jede*r schreibt in Stille ca. 5 Minuten alle seine*ihre Ideen auf unterschiedliche Post-It`s.

 

Danach werden die Ideen gemeinsam diskutiert und bspw. nach Themen geordnet.

 

2) Strukturierte Ideengenerierung:

  1. Gemeinsame Ideengenerierung im Team nach den zuvor gefundenen Themenbereichen anhand von Fragen wie „Was wäre, wenn…?“ „Ja, und….?“ „Wie können wir Thema x,y größer, weiter, verrückter denken?“

 

Auch hier sollten alle Ideen auf Post It’s festgehalten und zu den Themenbereichen zugeordnet werden.

 

  1. Mindmapping: Eine Mindmap kann ebenfalls helfen, Themenbereiche zu eröffnen und diese unzählige Male um verwandte Themen zu erweitern. Ein sog. Brainwriting kann hier helfen, die Themen unzählige Male zu erweitern. Dabei schreiben alle Teilnehmer*innen alle Ideen auf, die ihnen spontan einfallen und verorten die Ideen dann auf der Mindmap.

Schritt 5: SELECT

Dem Generieren vieler Ideen folgt ein Auswahlprozess der Ideen. Auch hier hilft ein strukturiertes Vorgehen. Dazu bieten sich folgende Schritte an:

 

1) Kill your darlings: Jede*r erhält 5-10 Punkte und kann seine*ihre favorisierten Ideen kennzeichnen. Die Gruppe wählt die 5-10 Gewinner für die nächste Runde aus.

 

2) NABC-Methode: Bewertung der verbleibenden Ideen nach N:

N: Needs – welches sind zentrale Kundenbedürfnisse?

A: Approach – welches Vorgehen bietet sich an?

B: Benefits – Vorteile dieser Idee?

C: Competition – Wie sieht der Wettbewerb aus?

Hier mehr dazu.

 

Wenn sich die Gruppe für maximal 1-3 Ideen entschieden hat, welche sie weiterverfolgen möchte, kann sie tiefer in die Realisierung der Idee einsteigen.

Das Starfish Modell

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Zusammenfassung

Das Starfish Modell erleichtert die strategische Ideengenerierung durch die Empfehlung eines strukturierten Prozesses, welcher zum einen daran ansetzt, mit einem fokussierten und ruhigen Geist in die Kreativität zu gehen. Zum anderen unterstützt dieser Prozess die Verbindung und das gemeinsame kreativ werden, die sog. Ko-Kreation durch bewusst integrierte Momente der Empathie.

 

Wir empfehlen die Anwendung des Starfish-Modells immer dann, wenn ein kreativer Prozess angestoßen wird.

 

Mehr Empfehlungen und Workshop-Formate zu Mindful Innovation gibt es auf unserer Website. Sprich uns gern an. 

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